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Eigentlich wussten wir vor dem Besuch im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik nicht so recht, was uns erwartet und was dort in diesem „Wellendachgebäude“ überhaupt jeden Tag gemacht wird. Umso aufmerksamer und interessierter waren wir beim Vortrag und bei der Besichtigung. Ja, es soll also wahrscheinlich nicht vor 2050 ein Fusionskraftwerk gebaut werden, das, wie die Sonne, gewaltige Mengen an Energie erzeugen soll. Denn Vorräte an Kohle, Uran, Öl und Erdgas reichen nicht unendlich lange. Die Nutzung der Sonnenstrahlen (Solar), des Windes und Wassers zur Stromerzeugung werden nicht für den steigenden Energiebedarf ausreichen. Also muss man viel experimentieren, um neue Möglichkeiten zu finden. Wissenschaftler der ganzen Welt arbeiten hierbei zusammen. Das Mini-Sonnen-Kraftwerk soll genauso funktionieren wie die echte: In deren Inneren verschmelzen Atomkerne miteinander, und dabei entsteht Energie. Zwei riesige Herausforderungen stehen vor den Erbauern eines solchen Kraftwerks: 1. Wie gelingt es, die kleinen Teilchen auf mehrere Millionen Grad Celsius (100 Millionen Grad erfuhren wir - im Innern der Sonne herrschen unvorstellbare 15 Millionen Grad Celsius -) aufzuheizen, damit Kernfusion stattfinden kann? Und 2. Woraus muss das Kraftwerk gebaut sein, damit es solche Temperaturen aushält? Riesige Elektromagnetfelder sorgen dafür, dass das Plasma eingeschlossen und von den Wänden abgehalten word. Vielleicht werden jetzige Schüler unserer Klasse später einmal Physik studieren und helfen, so ein Fusionskraftwerk zu bauen.
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